Cashboard ist pleite – das Fintech Startup geht in die Insolvenz – Schade an sich, aber die letzten Bewertungen waren ohnehin nicht so berauschend. Vielleicht war das auch ein Grund, warum es nicht weiter geht. Auf jeden Fall hat Cashboard in einer Mail an alle Kunden mitgeteilt, dass man den Dienst einstellen wird. Man konnte das Unternehmen nicht mehr gewinnbrungend weiter führen. Das Unternehmen schreibt dazu:

Das Modell einer unabhängigen Plattform für die private Geldanlage konnten wir leider nicht gewinnbringend umsetzen. Daher haben wir in den vergangenen Wochen Gespräche über eine erneute Finanzierung für CASHBOARD geführt, jedoch war das erzielte Ergebnis nicht ausreichend, um die Plattform in der vorhandenen Größenordnung im gewohnten Service fortzuführen. Daher müssen wir hiermit leider bekanntgeben, dass CASHBOARD den Geschäftsbetrieb einstellen wird.

Erfreulicherweise sind damit allerdings nicht die Kundenkonten betroffen, denn die Anlage der Kunden liegen nicht direkt bei Cashboard sondern bei der eBASE Bank und anderen Partnerbanken. Daher bleiben diese Werte erhalten und könnten damit auch wieder verkauft werden. Auch hierzu heißt es von Seiten des Unternehmens:

Das Wichtigste für Sie, Ihre Kontoguthaben und Anlagen sind von der Geschäftsaufgabe nicht betroffen. Jeder Kunde von CASHBOARD verfügt über ein persönliches Bankkonto und Depot bei einer unserer deutschen Partnerbanken, insbesondere der ebase. Diese werden getrennt vom Vermögen des Unternehmens CASHBOARD geführt und unterliegen Sichteinlagen der gesetzlichen Einlagensicherung bzw. sind Anlagen wie Fonds und ETFs auf dem Depot geschützt. Sofern Anlagen bei externen Anlagepartnern über CASHBOARD abgeschlossen wurden, liegen diese bei dem jeweiligen Partner und sind gemäß den Sicherungsmaßnahmen der Partner geschützt.

Allerdings werden einige der Services und Versprechungen nun nicht mehr eingelöst bzw. aufrechterhalten. So wird es die Mindestrendite bei den Anlagen nicht mehr geben und auch auf den Kapitalschutz kann man sich nun nicht mehr berufen. Damit steigt für die Anlagen auch das Risiko von Verlusten und wer das nicht eingehen möchte, sollte die Anlagen verkaufen. Allerdings schreibt das Unternehmen auch, dass von Verlusten auf diese Weise wohl nur wenige Nutzer betroffen sind, weil die meisten Anlagen im Plus sind. Wie sich das zukünftig weiter entickelt ist aber unsicher.

Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Prof. Dr. Martini von der Kanzlei Leonhard Rattunde Berlin bestellt. Bei weitergehenden Fragen und Anliegen sollte man sich an berlin@leonhardt-rattunde.de wenden.

By | 2017-06-01T14:51:26+00:00 Juni 1st, 2017|Allgemein|0 Comments

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